Fensterbankorchideen

Probleme

Dendrobium aphyllum

Zuerst eine wichtige Erkenntnis:

Die meisten kultivierten Orchideen sterben an zu viel Wasser!!

Pflegefehler

Die meisten Orchideen vertragen absolut keine nassen Füsse, das heisst, nie Wasser in einem Untersetzter oder Übertopf stehen lassen. Viele epiphytische Orchideen vertragen es sogar schlecht, wenn ihre Wurzeln immer nass sind. Es macht den meisten aber wenig bis gar nichts, wenn das Substrat einmal kurze Zeit völlig trocken ist.

Viele Orchideen benötigen im Winter eine Ruhepause, in welcher sie kühler und trockener gehalten werden. Wird die Ruhepause nicht eingehalten, wachsen einige Arten zwar weiter, bilden aber schwache Triebe und kommen nicht zur Blüte. Andere Pflanzen faulen bei Nichteinhalten der Ruhepause sogar und gehen einem ein.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit und stehende Luft, z.B. durch einen zu dichten Stand der Pflanzen, führt bei vielen Orchideen zu Problemen mit Pilzbefall. Mit Sprühen und Nebeln sollte daher vorsichtig umgegangen werden, ich mache keines von beiden! Meine Schalen unter den Orchideen werden auch nicht mehr mit Wasser gefüllt.

Klebrige Ausscheidungen an den Unterseiten der Blätter deuten manchmal auf einen (für diese Pflanze) zu grossen Tag-/Nachtunterschied in der Temperatur oder saugende Insekten hin.

Bei Paphiopedilum deutet die Bildung von übermässig vielen Jungtrieben oft auf Probleme im Wurzelbereich hin.

Schädlinge

Spinnmilben- und Schmier-/Schildlausbefall deuten auf zu warme Haltungsbedingungen und/oder zu wenig Luftfeuchtigkeit hin. Wenige Schmier-/Schildläuse kann man durch regelmässiges gründliches Ablesen im Griff behalten. Sonst muss man sie chemisch bekämpfen, z.B. mit Paraderil von Maag.
Bei Spinnmilben und im Topf lebenden Weichhaut- oder Wurzelmilben hilft meist nur noch eine chemische Behandlung, z.B. mit Spomil von Maag. Dabei müssen die Anwendungsvorschriften genau eingehalten werden. Die betroffenen Pflanzen müssen mindestens drei Mal im empfohlenen Abstand behandelt werden, um Erfolg zu haben. Werden die Haltungsbedingungen für die betroffenen Pflanzen nicht verbessert, treten die Schädling meist bald wieder auf.

Asseln und Tausendfüssler findet man gelegentlich auch in den Töpfen speziell, wenn die Pflanzen einen Aufenthalt im Freien hinter sich haben. Obwohl diese Tierchen, bei vereinzeltem Auftreten, keinen grossen Schaden anrichten, sollte man versuchen, sie wieder los zu werden. Eine chemische Bekämpfung ist etwas schwierig. Häufig hilft es aber schon relativ gut, die Töpfe für einige Zeit zu tauchen. Da die lieben Tierchen unter Wasser nicht überleben können, flüchten sie Richtung Wasseroberfläche oder ertrinken. In beiden Fällen stören sie jedenfalls nicht mehr im Topf. Sonst hilft Umtopfen, die Tiere los zu werden.